Am 1. Juli fand „InkluSaar – Ein Sommerfest für alle“ statt
Rund um den Dillinger Lokschuppen fand am 1. Juli das 8. Sommerfest der Inklusion statt. Unter dem Motto InkluSaar – Ein Sommerfest für alle“ trafen sich Vereine, Verbände und Institutionen der Selbsthilfe sowie zahlreiche Vertreter und Vertreterinnen der Ministerien und Behörden zum gemeinsamen Austausch und Feiern mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern.
Jeder Mensch hat ein Recht auf „Inklusion“. Das bedeutet, dass alle Menschen gleichberechtigten Zugang zu den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft haben sollten, wie etwa zu Bildung, zum Arbeitsmarkt und zu Gesundheit.
Doch von der rechtlichen zur tatsächlichen Gleichstellung behinderter Menschen ist es noch ein weiter Weg. Nach wie vor gilt in vielen Bereichen: Wer behindert ist, wird behindert. Immer noch sind nicht alle Busse und Bahnen barrierefrei zugänglich und nutzbar. Immer noch fehlt es an gleichberechtigter Teilhabe – etwa in Theatern und Kinos, in Bildungseinrichtungen, in Verwaltungen, Restaurants und Geschäften. Es geht nicht nur um Stufen und Aufzüge, sondern um die barrierefreie Ausstattung für alle Sinne. Wir brauchen Gebärdendolmetscher, Hörsysteme mit Beschreibungen, verständliche Symbole und einfache Sprache sowie barrierefreie und leicht handhabbare digitale Anwendungen.
Das Sommerfest der Inklusion ist gezielte Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist u.a. die Gesellschaft dafür sensibilisieren, wie Barrieren Menschen behindern und wie Inklusion funktionieren kann. Soziale Inklusion – so die zentrale Botschaft – ist nicht nur ein Ideal, sondern ein konkreter politischer Auftrag.