Veröffentlicht am 5. März 2021

Mehr Digitalisierung im Gesundheitswesen- Sektorengrenzen mit Telemedizin überwinden

Was ist Telemedizin?

Telemedizin ist ein Sammelbegriff für verschiedene medizinische Versorgungskonzepte, die den prinzipiellen Ansatz aufweisen, dass medizinische Leistungen der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sowie bei der ärztlichen Entscheidungsberatung über räumliche Entfernungen (oder zeitlichen Versatz) hinweg erbracht werden.

Mit anderen Worten, Diagnostik und Therapie erfolgen unter Überbrückung einer räumlichen oder zeitlichen Trennung zwischen Arzt, Apotheker und Patienten oder zwischen zwei sich konsultierenden Ärzten mittels Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnologien.

Telemedizin soll nicht den persönlichen Kontakt zu Ärzten, Pflegern oder Apothekern ersetzen. Vielmehr soll die Technologie helfen räumliche Distanzen zu überwinden, medizinische Daten zu analysieren, Behandlungsfehler zu vermeiden und Behandelnde mit den Daten zu versorgen, die sie zur optimalen Behandlung von Patienten benötigen.
Einfache Leistungen wie Konsultationen oder gar die Übermittlung medizinischer Daten mittels einer geeigneten Infrastruktur reduzieren weite Anfahrtswege von Patienten, verbessern die Monitoring-Kapazitäten von Hausärzten auf dem Land oder ermöglichen unterbesetzte Nachtschichten in Krankenhäusern zu entlasten.

Einsatz in Krisen und zur Vermeidung der Ausbreitung infektiöser Krankheiten

Insbesondere in Krisen und wenn es darum geht, die Ausbreitung infektiöser Krankheiten zu vermeiden, sowie jetzt in der Corona-Pandemie, stellt die Telemedizin aufgrund ihrer vielen Vorteile einen wichtigen Bereich im Gesundheitssektor dar.
Allen Betroffen, Nicht-betroffenen und Hochrisiko-Patienten kann ein risikofreier Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung gewährleistet werden. Auch Fern-Diagnosen von Fachleuten sind mit Hilfe einer Videoübertragung möglich. Insgesamt kann in Krisen und Notfällen besser und schneller reagiert werden, in denen biologische oder umweltbedingte Gefahren den direkten Kontakt erschweren. Telemedizin wird zur Unterstützung in besonders betroffenen oder bedürftigen Regionen bereitgestellt sowie als Erweiterung des herkömmlichen Gesundheitsdienstes angeboten. So können Fachleute diejenigen unterstützen, die Hilfe brauchen, ohne vor Ort sein zu müssen.  Bereits bei Hurrikane-Katastrophen und bei der SARS-Pandemie 2003 in China oder Videokonferenzen im Bereich der psychischen Gesundheit in Australien wurde Telemedizin erfolgreich eingesetzt.

Telemedizin in Deutschland

Teilweise ist Telemedizin in Deutschland liberalisiert und das bisher geltende berufsrechtliche Verbot der ausschließlichen Fernbehandlung gelockert. Inzwischen sind fast 80 Prozent der Arzt- und Zahnarztpraxen an die Telematikinfrastruktur (TI) angeschlossen. Die Apotheken mussten sich bis Ende September 2020 an die TI anbinden, gefolgt von den Krankenhäusern bis Anfang 2021. Beratung und Behandlung sollen künftig auch über Kommunikationsmedien ohne persönlichen Erstkontakt „im Einzelfall“ erlaubt sein, wenn dies ärztlich vertretbar ist.

Bei dem Konzept der Telemedizin stehen die Patienten rund um die Uhr über ein Medium wie Telefon, Tablet oder PC durch Telefonate oder Chats mit medizinischem Fachpersonal in Kontakt. Neben dem vertragsärztlichen Sektor gibt es mittlerweile zahlreiche Start up’s das entsprechende Konzept entwickelt haben, sogar Gesundheits-Apps oder auch die Corona-App stehen uns ja mittlerweile zur Verfügung.

Die Telekom hat eine Telemedizin- Plattform europaweit errichtet über die der Austausch von Daten über ein speziell verschlüsseltes Datennetzwerk und Server entsprechend dem höchsten Datenschutz ermöglicht wird.

Im zweiten Teil geht es um die Entwicklung der Telemedizin und deren Anwendungsbereiche.

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