Veröffentlicht am 23. November 2021

Pressemitteilung der Arbeitskammer: Die Politik hat in der aktuellen Tarifrunde der Länder die Chance, die Entlohnung von Pflegekräften tatsächlich zu verbessern

Die Bundesländer haben eine bessere Entlohnung von Pflegekräften in der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz erneut bekräftigt. Jetzt ist die Chance, die Absicht auch in die Tat umzusetzen. Und zwar in der aktuellen Tarifrunde der Länder. „Als Arbeitgeber der Unikliniken sind die Länder Tarifpartner und können damit ein richtungsweisendes Signal setzen“, sagt Beatrice Zeiger, Geschäftsführerin der Arbeitskammer des Saarlandes. Bisher gibt es allerdings keine Angebote seitens der Arbeitgeberseite.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am Donnerstag ihren Beschluss vom 18. März 2021 erneut bekräftigt, mit dem Verweis auf die Corona-Pandemie die Rahmenbedingungen und die Entlohnung in der Pflege dauerhaft verbessern zu wollen. Seit Beginn der Pandemie stehen Pflegekräfte besonders im Fokus und werden von der Politik wahrgenommen. Auch in den Beschlüssen der neuesten Ministerpräsidentenkonferenz wird festgehalten, dass diese systemrelevante Berufsgruppe eine bessere Entlohnung verdient und hier kein Aufschub mehr zulässig ist.

Im gleichen Atemzug verweist die Politik darauf, dies durchzusetzen sei Sache der Tarifpartner. Klar ist aber auch, dass die Länder als Arbeitgeber der Unikliniken die Tarifpartner sind. „Gerade finden im öffentlichen Dienst Tarifverhandlungen statt, damit auch an den Unikliniken der Bundesländer. Somit sind die Länder in der Lage und in der Verpflichtung, bessere Tarifbedingungen zu gestalten und die selbstgenannten Ziele einer besseren Entlohnung von Pflegekräften genau jetzt zu ermöglichen“, sagt Zeiger.

Damit kann ein richtungsweisendes Signal gesetzt werden, denn kommunale, freigemeinnützige oder auch private Träger werden entsprechend bei der Bezahlung nachziehen müssen, um ihre Mitarbeiter zu halten. „Durch die defensive Haltung der Arbeitgeberseite bei den jetzigen Tarifverhandlungen ist es schwer zu glauben und auch zu vermitteln, dass die Forderungen nach besserer Entlohnung der Pflegekräfte wirklich ernst gemeint sind“, so die AK Geschäftsführerin abschließend.

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