Tarifrunde 2019: Aufwertung der Pflegeberufe im öffentlichen Dienst der Länder

Veröffentlicht am 15. März 2019

Demo in Saarbrücken

Deutliche Erhöhungen der Entgelte und Verbesserungen in der Entgeltordnung erreichte ver.di in der Tarifeinigung vom 2. März. Über eine Laufzeit von 33 Monaten werden die Gehälter in einem Gesamtvolumen von 8 Prozent steigen. Das bedeutet für alle ein Plus von mindestens 240 Euro monatlich.

Die Tabellenentgelte der Anlage B zum TV-L werden in 3 Schritten angehoben. In Stufe 1 der Entgeltgruppen 2 bis 15 um 4,5 Prozent zum 1. Januar 2019, um 4,3 Prozent zum 1. Januar 2020 und um weitere 1,8 Prozent zum 1. Januar 2021. In den übrigen Stufen aller Entgeltgruppen steigen die Gehälter um 3,01 Prozent zum 1. Januar 2019, um 3,12 Prozent zum 1. Januar 2020 und um 1,29 Prozent zum 1. Januar 2021. Die Erhöhung wird ungeachtet der Stufe mindestens 240 Euro betragen, davon mindestens 100 Euro in 2019, 90 Euro in 2020 und 50 Euro in 2021.

Die Auszubildendenentgelte nach TVA-L BBiG, TVA-L Pflege sowie die Tarifentgelte der Praktikantinnen und Praktikanten nach dem TV Prakt-L werden zum 1. Januar 2019 sowie zum 1. Januar 2020 um jeweils 50 Euro angehoben. Die Auszubildendenentgelte nach TVA-L Gesundheit werden um 45,50 Euro zum 1. Januar 2019 sowie um weitere 50 Euro zum 1. Januar 2020 erhöht. Der Urlaubsanspruch erhöht sich für alle Auszubildenden und Praktikanten um einen Tag auf insgesamt 30 Tage pro Jahr und die Übernahmeregelung für Auszubildende ist für zwei weitere Jahre in Kraft.

Für die Beschäftigten in der Pflege wurden über die allgemein geltenden Regelungen hinaus weitere bedeutende Verbesserungen erzielt:

So wird zum 1. Januar 2019 die kommunale Entgelttabelle für Pflegekräfte übernommen und alle Beschäftigten in der Pflege erhalten eine monatliche Zulage von 120 Euro. Außerdem wird der Zusatzurlaub für ständige Wechselschichtarbeit schrittweise ab 2020 bis 2022 um jeweils einen Tag jährlich erhöht und der Zuschlag für Samstagsarbeit steigt auf 20 Prozent. Praxisanleiter/-innen mit berufspädagogischer Zusatzqualifikation erhalten darüber hinaus künftig eine Zulage von 75 Euro monatlich.

Alles in allem sind dies deutliche Verbesserungen für die Beschäftigen in der Pflege und ein wichtiger Schritt, wenn es darum geht, die Pflegeberufe attraktiver zu machen.

Alle Ergebnisse der Tarifrunde gelten vorbehaltlich der Annahme des Verhandlungsergebnisses durch die ver.di-Mitglieder. Weitere Informationen sowie konkrete Fallbeispiele finden Sie auf der ver.di Website.

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