Veröffentlicht am 22. Mai 2020

Beschäftigtenbefragung: Ergebnisse der Auswertung zum „Index Gute Arbeit Saar“ aus dem Bereich der Pflege

Die Arbeitskammer führt regelmäßig eigene Erhebungen zu den Arbeitsbedingungen im Saarland durch: Das AK-Betriebsbarometer als Betriebs- und Personalrätebefragung und die Beschäftigtenbefragung „Index Gute Arbeit Saar“ liefern exklusive empirische Ergebnisse für das Saarland, die die amtliche Statistik aus Sicht der betrieblichen Interessenvertretungen sowie aus Sicht der Beschäftigten ergänzen.

Die komplette Auswertung zum „Index Gute Arbeit Saar“ wird aufgrund der momentanen Krise zu einem späteren Zeitpunkt auf unserer Website online gestellt. Wir veröffentlichen hier vorab ausgewählte Ergebnisse aus dem Bereich der Pflege im Bund und Saarland. Die Daten hierzu wurden im ersten Quartal 2019 erhoben.

Arbeitspensum und Arbeitsqualität

Fast 30 % der Befragten aus den medizinischen Gesundheitsberufen im Saarland müssen schon bei normalem Arbeitsaufkommen außerhalb einer Krisensituation Abstriche an der Qualität ihrer Arbeit machen sonst schaffen sie ihr Arbeitspensum nicht.
Im Bund sind es sogar mehr als ein Drittel. Das zeigt die Beschäftigenbefragung „Index Gute Arbeit Saar. Wie sieht es dann erst in einer Pandemie-Krisensituation aus? Diese Frage würde man sich heute kaum zu stellen trauen.

Grafik zum Arbeitspensum und Arbeitsqualität

Kollegiale Unterstützung

In der gegenwärtigen belastenden Arbeitssituation, sind kollegiale Unterstützung und Hilfe ganz besonders wichtig. Wie die Daten des Index-Gute Arbeit Saar und des DGB-Index Gute Arbeit zeigen, können die Beschäftigten jetzt in der Krisensituation auf eine bereits vorher sehr stark ausgeprägte Unterstützungs- und Hilfekultur zurückgreifen!

Die Krise zeigt, wie wichtig und unbezahlbar kollegiale Hilfe gerade dann ist, wenn die materiellen Ressourcen knapp sind. Fehlt kollegiale Hilfe, kann man diese nicht ohne weiteres ersetzen. Wofür man aber sorgen kann, ist eine ausreichende Ausstattung mit Arbeitsmitteln und Schutzkleidung! Die Arbeitskammer fordert ausdrücklich, dass alle Beschäftigten – vor allem und gerade in den Gesundheitsberufen – genau die Dinge ausreichend zur Verfügung haben müssen, die sie brauchen, um ihre so wichtige Arbeit zu leisten. Und zwar nicht nur jetzt, sondern auch in der Zeit nach der Krise.

Kollegiale Unterstützung

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